Schnierkelschnecken

Schnirkelschnecken

Schnirkelschnecken kriechen heiter
immer weiter auf der Sonnenleiter
doch irgendwann da kommt der Verdruss,
denn dann ist mit der Leiter Schluss.

Doch was heißt denn hier verzagen?
Man kann doch auch die Sonne fragen.
Sie schickt ihre Strahlen runter
Und das macht die Schnecken munter.

So heißt es hier nun aufgepasst,
und genügend Zeit der Rast,
denn nun da geht es richtig los,
die Sonnenstrahlen sind famos.

Sie tragen die kleinen Schnecken empor,
und trällern ihre Liedchen dabei im Chor.
„Eine jede Schnecke weiß,
die Sonne ist hier richtig heiß.

Drum halt dich fest, du Schneckenkind,
wir fliegen schnell, wie der Wind.
Wir tragen dich den Wolken entgegen,
das ist für viele ein wahrer Segen.“

Ein jeder seine Strophe kennt
Und sie den Schnecken nennt.
So kommen sie der Sonne nah,
und nun weiß jeder,
eine Schnecke war als erste da.

(7. Oktober 2007)

Bitte nit hauen^^ Das ist mir so beim Chatten eingefallen *pfeif*

Schreibblockade?

Schreibblockade?

Nun weiß ich, wo mein Problem liegt!
Irgendwann fange ich an zu planen und mir zu überlegen, wie die Handlung weiter geht. Und das macht all dies für mich uninteressant. Ich will doch meine Story’s selbst erleben und ein Teil von ihnen werden. Aber wie kann ich dies, wenn ich den Ausgang bereits kenne? Wenn jede Handlung, jedes Wort der Charaktere vorher bestimmt ist? Wie sollen da die Charaktere für mich leben? Wie soll ich so Spaß haben?
Mir macht es keinen Spaß starre Werke zu lesen, geschweige denn zu schreiben. Ich merke es auch immer wieder an den Schreibschulaufgaben. Wir werden zwar dazu aufgerufen zu planen, zu gliedern und zu sortieren, aber wenn ich dies tue – bis auf’s kleinste Detail – dann gefallen mir die Ergebnisse und auch der Weg dorthin nicht. Wenn ich dann allerdings einfach nur die Finger ohne groß nachzudenken fließen lasse und dabei nur sehr wenige Eckpunkte im Kopf habe – wie zum Beispiel in der Story „Nachts“ – gefällt mir das Werk und auch die Arbeit. Und auch bei meinen Lesern scheint es besser anzukommen.
Ich bin eben im Moment des Schreibens selbst Leser und was bringt es mir bereits das Ende zu kennen? Dann mag ich selbst nicht weiter lesen und die Spannung geht verloren.
Also egal, was die Schreibschule oder sonstige Ratgeber sagen, ich bleib dabei:
Ich bin die Göttin meiner Welt. Ich beobachte und dokumentiere das Leben meiner Geschöpfe und ab und an werfe ich ihnen vielleicht einen Stein in den Weg. Und dann notiere ich ihre Reaktionen.
So fließt es und so macht es mir Spaß!

Soviel von mir zu diesem Thema, wie ich einen Teil von Schreibblockaden abbauen kann. Jeder ist da anders und jeder nutzt andere Techniken um an seine Texte heran zu gehen. Manche können dies nur mit akribischer Planung – was vollkommen in Ordnung ist – andere wie ich eben überhaupt nicht. Ich denke wenn man weiß, wie man schreibt – sprich komplett nach Plan oder nur mit wenigen Eckpfeilern im Kopf, oder eben irgendwas dazwischen – ist schon mal ein großer Schritt zum lösen von Schreibblockaden getan, weil man damit einiges umgehen kann.
Ich weiß nun für mich zum Beispiel, dass ich nicht planen darf, um meine Romanideen zu verwirklichen. Planung hält mich persönlich davon ab weiter zu schreiben. Aber andere brauchen vielleicht grade diese Planung um am Ball zu bleiben.
Die nächste Hürde sind dann sicher nur noch die Ideen selbst und der Schreibstil. Über Probleme wie Zeit, die zu Blockaden führen, braucht man glaube ich kaum zu sprechen, weil das schlicht und einfach ein Problem der Prioritäten ist.
Ideen und Schreibstil dagegen sind denke ich einfacher auszuräumen, wenn man über das wie bereits nachgedacht hat. Wie in so vielen Ratgebern geschrieben steht, findet man die Ideen auf der Straße – ja es klappt wirklich^^ Einfach nur genau hinsehen und dann aus einem anderen Blickwinkel betrachten: Kann ich dies nicht in einem meiner Projekte verwenden?
Und der Schreibstil? Wie ebenfalls so viele sagen – womit sie wirklich Recht haben! – viel lesen und „learning by doing“ hilft!

Aber was schreibe ich hier eigentlich? Gut, sicher gibt es viele, die unter Schreibblockaden leiden und selbst Auswege suchen diese zu lösen. Genau wie ich. Ich kann mir auch vorstellen, dass es dem einen oder anderen hilft sich einfach intensiv mit diesem Problem zu beschäftigen. Ich habe dabei jedenfalls zahlreiche Dinge über mich und mein Schreibverhalten gelernt. Und mein Gefühl sagt mir, grade dieses Wissen wird mir dabei helfen mein Problem in den Griff zu bekommen.
Und auch grade eben in diesem Moment stelle ich mal wieder fest, dass es mir am meisten Spaß macht, alles frei herunter zu schreiben, ohne groß darüber nachzudenken. Jupp, der gesamte Text hier ist auf gut deutsch „frei nach Schnauze“ entstanden ;)

Nun liegt es an euch zu sagen, ob der Text trotz allem gut lesbar ist oder besser in die Mülltonne gehört^^

Ich wünsche euch einen tollen Sonntag und hoffe, dass ihr, falls ihr ebenfalls Schreibblockaden habt, diese schnell lösen könnt :)

Eluin