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Damit ihr mir brav in den Hintern treten könnt,
habe ich hier nun mein Wörterbarometer.
Und der da unter mir kriegt nun einen neuen Namen:
Katajama Süßking
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17 November 2007 um 12:30 (Das tägliche Dilemma)
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Damit ihr mir brav in den Hintern treten könnt,
habe ich hier nun mein Wörterbarometer.
Und der da unter mir kriegt nun einen neuen Namen:
Katajama Süßking
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17 November 2007 um 12:23 (Schreibschule)
Der Schein trügt
„Wusstest du eigentlich schon, dass Markan eine neue Freundin hat?!“ Carissa lag auf ihrem Bett und blätterte in einer Zeitschrift. „Ja, ehrlich! Jera hat die beiden zusammen gesehen!“ Mit ihren Augen nahm sie die Bilder der Illustrierten auf.
Gerade als Carissa zu einer Erwiderung ansetzen wollte, flog die Tür zu ihrem Zimmer auf und ihre Mutter kam herein gestürmt.
„Cari, keine Zeit, du musst Schluss machen. Wir müssen weg!“
Carissa blinzelte ihre Mutter verwirrt an und setzte sich auf.
„Viv, ich muss aufhören. Ma ist da, ka was sie will.“ Sie nahm die kleine Sprecheinheit von ihrer Wange und legte sie auf die Ladestation am Schreibtisch.
„Was ist los? – Und warum wühlst du in meinem Schrank?“ Carissa sprang vom Bett auf und nahm ihrer Mutter die Reisetasche aus der Hand, die sie begonnen hatte zu packen.
„Keine Zeit. Pack das wichtigste. Wir fahren sofort.“
Carissa wusste nicht, was sie davon halten sollte, aber sie merkte, dass sie nun keine Antwort auf ihre Frage bekommen würde und so stopfte sie schnell ein paar Anziehsachen, ihr Tagebuch und eine Bürste in die Tasche.
„Los, los!“, rief ihre Mutter im Flur und öffnete bereits die Wohnungstür. Carissa schlenderte zu ihr und blieb vorm Hochgeschwindigkeitsfahrtuhl stehen.
„Keine Zeit!“ Ihre Mutter stürzte zur Notausgangstür. Sie hastete die Treppen hinab. Blickte sich aber um ob Carissa ihr folgte, bevor die Tür zuschlug.
„Was… ist… los?“, brachte Carissa zwischen zwei Atemzügen hervor. Doch ihre Mutter deutete einzig Abwärts und rannte weiter zur Tiefgarage.
Der Luftwagen stand wie gewohnt direkt neben dem Fahrstuhl und blinkte bereits auf, als sie um die Ecke bogen. Carissa warf ihre Tasche auf den Rücksitz und setzte sich neben ihre Mutter. Diese sprang auf den Fahrersitz, ließ den Motor aufheulen und gab Gas. Schnell schoss der Wagen aus der Garage auf die belebte Straße.
„Ma?!“, genervt und entsetzt betrachtete Carissa das Chaos.
„Weg hier! Später!“
Der Luftwagen schoss auf eine der Schwebestraßen empor und nahm den direkten Weg aus der Stadt hinaus. Immer wieder blickte Carissa’s Mutter gehetzt in den Rückspiegel und beschleunigte das Luftfahrzeug weiter. Carissa schaltete frustriert das Radio an.
„… die Krawalle in der Innenstadt nehmen allmählich Überhand…“ Der Radiosprecher schien beinahe ein Footballspiel zu kommentieren. „… nicht nur die B2 Roboter sind betroffen, sondern auch die Einheiten der X und Y-Generation…“
Carissa blickte ihre Mutter fragend an. Doch diese blickte starr auf die Straße und hatte ihre Hände fest ums Lenkrad geschlossen. Sie zitterte.
„… sie haben es wohl auf sämtliche Roboterformen abgesehen und bereits die Hälfte der Downtown in Brand gesteckt… irgendwie schaffen sie es die AIs zu orten ohne das Menschen zu schaden kommen…“
„Ma? Warum flüchten wir?“ Verwirrt schüttelte Carissa den Kopf und betrachtete das Profil ihrer Mutter.
„Carissa, ich muss dir etwas erklären.“ Sie kniff die Augen zusammen und seufzte.
„Was denn? Was ist los? Warum flüchten wir?“
„Weil dein Vater und ich fürchten, dass sie es auch auf uns abgesehen haben könnten.“
„Aber warum? Weil ihr an Projekten zur Entwicklung neuer AIs gearbeitet habt?“
Die Mutter schüttelte den Kopf. „Nein, weil wir noch viel mehr getan haben.“ Sie holte tief Luft. „Wir haben einer der höchstentwickelten AI-Formen ein normales, menschliches Leben ermöglicht.“
„Was meinst du damit?“ Carissa blinzelte.
„Wir wollten Kinder und konnten keine bekommen, bis dein Bruder Lenar geboren wurde.“
„Aber… ich bin älter als Lenar.“
„Ja, das bist du.“ Sie nahm Carissas Hand und drückte sie.
„Bedeutet das…“ Carissa zitterte. Sie war doch ein Mensch wie jeder andere, doch als sie ihrer Mutter in die Augen blickte, sah sie Tränen aufsteigen.
„Du wirst immer meine Tochter sein.“ Sanft streichelte sie Carissa über die Haare. „Wir werden nicht zulassen, dass dir etwas geschieht.“
Carissas Umgebung verschwamm hinter einem Vorhang aus Tränen. Ihr Herz schien zu rasen und alles in ihr krampfte sich zusammen. Niemals hätte sie für möglich gehalten kein Mensch zu sein. Doch am allermeisten quälte sie die Frage: Warum sie?