Vollmond

Vollmond

Bläulich silbern steht er am Himmelszelt
Und beleuchtet die nächtliche Welt.
Ruhig schickt er seine Strahlen nieder,
doch versteckt er sich darauf wieder.

Dunkle Wolken verbergen den Schein,
dennoch weiß ich, ich bin nicht allein.
Denn selbst unter der dicksten Decke,
blinzelt er keck um die Ecke.

Nur selten versteckt er sich hinter einem Baum,
doch dann kehrt er wieder und nährt meinen Traum.
Glücklich steh ich auf weitem Feld
Und betrachte um mich die schlafende Welt.

Leise flüstert der Wind mir sein Lied:
Vertraue deinem innersten Wort
Und spüre den vertrauten Ort.
Doch nun gib Acht und bis zu den Wolken flieg,
denn dann wirst du ihn finden deinen Traum
und er wird dich leiten durch Zeit und Raum.

Silbern hält der Mond derweil seine wacht
Und weist mir den Weg durch die Nacht.
Keinen Schritt brauch ich hier mit Sorge tun,
denn ich weiß, heute Nacht wird das Böse ruhen.

Auch wenn dies nicht gilt für die Menschenwelt,
doch die Unholde meiner Gedanken sind gestellt.
Denn der Mond hat das Feuer in mir geschürt,
so dass nun die Hoffnung meine Sinne führt.

Drum lasst euch leiten
Vom Herrn der Gezeiten,
spürt den Reiz den sein Licht versprüht,
und findet die Hoffnung in eurem Gemüt.

(23. November 2007)