25 Januar 2008 um 11:04 (Aktuelles, Das tägliche Dilemma)
Hallo ihr Lieben,
ich freue mich wahnsinnig, dass ihr mich so treu begleitet und mir immer wieder Kommentare hier hinterlasst. Und ganz besonders freue ich mich, dass sich immer mehr finden, die meine Texte lesen. 
Vielen, vielen Dank dafür! Es tut gut zu wissen, dass ich wenigstens im Schreiben die Möglichkeit habe meine Kreativität so umzusetzen, dass sie auch gefallen findet.
Doch leider muss ich mir eine Auszeit nehmen. Momentan wächst mir leider alles über den Kopf und ich weiß einfach nicht, wo ich anfangen soll. Es tut mir leid, dass mein Blog in letzter Zeit verwaist, und ich auch keine Zeit finde bei euch vorbei zu schauen. Bitte entschuldigt 
Leider hat mich mal wieder die Klausurenzeit eingeholt.
D.h. jeden Tag lernen und die restliche Zeit so gut es geht für Hobbys, Haushalt und meine Süßen nutzten. Nur irgendwie schaffe ich das alles nicht richtig unter einen Hut zu bringen. Irgendetwas leidet ständig da drunter. Hmpf. Und ich denke bis zum 18. Februar (letzter Klausurtag) wird dies auch nicht besser werden. 
Ich werde mich bemühen ab und an vielleicht doch einmal hier einen Beitrag oder bei euch einen Kommentar hinterlassen. Aber versprechen tue ich da lieber nichts
Ich wünsche euch bis dahin eine wundervolle kreative Zei. Die Biologie und ihre wundersame Welt ruft. Doch ich freue mich, wenn ich mein dort gewonnenenes Wissen, wieder in meine Welten mitnehmen kann 
Bis bald,

Eluin
6 Kommentare
12 Januar 2008 um 6:27 (Schreibschule)
Banküberfall ohne Folgen
Arnold Dunce stand vor dem Badezimmerspiegel und betrachtete sich eingehend. Seine Haare hatte er streng zurück gegeelt und seine Bartstoppeln waren so gut es ging gekürzt. Dennoch lag ein schwarzer Schimmer über den Wangen und am Kinn. Auch wenn er sicher keine Schönheit war, nickte er zufrieden. So konnte er sich auf die Straße trauen und sein Vorhaben in die Tat umsetzen. Dann hätten auch endlich die ewigen Fragen seiner Mutter ein Ende und er war nicht weiter von diesen dämlichen Ämtern abhängig.
Keiner würde ihn mehr Fragen, wann er wo hinginge und vor allem konnte er sich endlich diesen tollen Anzug leisten, den er vor einigen Tagen im Schaufenster gesehen hatte. Niemand würde ihn mehr „Arnold Schwachkopf“ nennen. Die Frauen würden ihn auch endlich beachten und nicht angewidert den Kopf zur Seite drehen. So schlecht sah er doch wirklich nicht aus. Gut, er konnte sich nicht – noch nicht! – die Designerklamotten leisten, auf die die meisten Wert legten. Aber immerhin bemühte er sich wenigstens ab und an den Rasierer zu schwingen und zumindest einmal die Woche Wasser an seinen Körper zu lassen.
Heute musste es einfach klappen. Keiner konnte ihn mehr davon abbringen. Dieses Mal würde er mit einem Haufen Geld nach Hause kommen und dann schnurstracks bei seiner Mutter ausziehen.
Sein Gesicht verzog sich zu einem Grinsen, das eher einer Grimasse glich. Er hatte an alles gedacht. Selbst die Sturmhaube, die ihm seine Mutter zu Weihnachten geschenkt hatte, lag bereit.
„Mama denkt aber auch wirklich an alles“, meinte er grinsend zu sich selbst.
Heute konnte wahrlich nichts mehr schief gehen.
Nochmals überprüfte Arnold sein Aussehen, zog seinen Krawattenknoten fest und verließ das Badezimmer.
„Und bald bin ich auch diese scheußlichen rosafarbenen Kacheln los“, murmelte er vor sich hin. Er ging zur Garderobe und nahm seine beste Jacke heraus. Seine Sturmmaske stopfte er in die Jackentasche.
„So. Was fehlt noch?“ Aus seiner Hosentasche holte er einen zerknitterten Zettel hervor. „Die Maske habe ich. Die Pistole…“ Er drehte sich um und kramte in der obersten Schublade der Kommode. „… habe ich auch.“
Unentschlossen gab er die Pistole von der einen Hand in die andere. Schließlich steckte er diese in die Innentasche der Jacke.
„So. Was fehlt noch? – Ah ja! Eine Tüte für das Geld.“ Er sah sich kurz im Flur um und fand schließlich das Fach, in dem seine Mutter immer die Einkaufstaschen aufbewahrte. „Gut. Dann hab ich an alles gedacht.“ Zufrieden nickte er und trat hinaus auf den Flur.
Die Tür fiel leise klackend ins Schloss. Arnold warf einen letzten Blick auf das Namensschild und grinste hämisch. Bald würden hier nicht mehr die Namen Frida und Arnold Dunce stehen, sondern nur noch Frida Dunce.
Zügig lief er die Treppen hinab und trat hinaus auf die Straße. Keine zwanzig Meter entfernt lag die Bushaltestelle, von der aus er in die Stadt fahren würde. Wie oft war er diesen Weg nun schon gegangen. Wie oft hatte er über die Unpünktlichkeit der Busse geflucht. Bald würde all dies ein Ende haben. Dann war er nicht mehr darauf angewiesen, dass der Nahverkehr fuhr und er sich an deren Zeiten halten musste.
Arnold lächelte. Heute Abend würde alles anders sein.
Er hatte Glück. Nur wenige Minuten später kam der Bus.
Bald darauf stand Arnold vor der Sparkasse und überlegte. War es wirklich richtig, was er da tat? Einen Augenblick zögerte er. Doch schließlich siegte sein Wunsch nach Geld und Unabhängigkeit. Er hatte keine andere Wahl. So oft hatte er bereits versucht Arbeit zu finden. Doch keiner wollte ihn. Was sollte er also tun? Weiter in seinem Loch vergammeln? Nein, nein. Dazu war er nicht bereit. Er wollte endlich ein Auto haben. Silberkettchen und viel Schampus. Die Mädels sollten ihn lieben!
Entschlossen nahm er die Mütze aus seiner Tasche und zog sie sich über den Kopf. Bei dem ganzen Schneetreiben würde sicherlich keiner wegen dieser verdacht schöpfen. Die Pistole holte er aus der Innentasche und ließ sie in die Tasche gleiten, in der zuvor die Sturmmaske gewesen war.
Noch einmal überflog er den Notizzettel. Zu seiner Zufriedenheit stellte er fest, dass bisher alles genau so lief wie er es geplant hatte. Da sah man mal wieder, wozu Hollywood doch gut war. Hämisch grinste er und kicherte leise.
Arnold Dunce atmete tief ein und aus. Es konnte losgehen. Er schritt auf die Automatiktür zu. Genugtuung machte sich in ihm breit, als diese vor ihm zur Seite glitt.
„Nun gut die Pistole verbergen… ganz normal tun… und ran ans Geld“, dachte Arnold und schlenderte zu den Schaltern.
Er musste eine Weile warten eher er an die Reihe kam. Ungeduldig trat er von einem Bein auf das andere. Die Hand mit der Pistole hielt er in der Jackentasche verborgen.
Als er endlich an die Reihe kam, grinste er.
„Guten Tag, was kann ich für Sie tun?“, sprach die Bankangestellte.
Arnold zögerte nicht lange. Er holte die Pistole hervor, richtete sie auf die Frau und brummte: „Her mit der Kohle.“
Die Frau zuckte nicht einmal mit der Wimper und legte ein paar Scheine auf den Schalter. Dann drehte sie sich etwas zur Seite und holte ein Stück Papier hervor. Sie trug darauf etwas ein und schob den Zettel Arnold entgegen. Sie lächelte und reichte ihm den Stift. „Wenn Sie hier bitte unterschreiben würden“, sprach sie selbstsicher und versuchte Blickkontakt mit Arnold aufzunehmen.
Doch er drehte rasch den Kopf zur Seite und blickte sie grimmig an. Mit knirschenden Zähnen legte er die Pistole auf den Schalter und nahm den Stift in die Hand. Die Bankangestellte beobachtete ihn dabei geduldig.
Arnold Dunce prüfte den Wisch auf seine Richtigkeit und unterschrieb schließlich mit seinem Namen. So schnell er konnte verfrachtete er das Geld in die Plastiktüte.
Als er alles verstaut hatte nahm er die Pistole wieder zur Hand. Zügig drehte er sich um.
„Guten Rutsch!“, rief ihm die Frau nach.
Arnold murmelte eine Erwiderung. Er lächelte zufrieden. Er hatte sein Ziel erreicht. Der Überfall war ihm geglückt.
Bevor er außer Hörweite war, hörte Arnold, wie die Bankangestellte zu ihrem Kollegen meinte: „Irgendwann sollte man ihm sagen, dass eine pinke Wasserpistole nicht sehr überzeugend ist.“
Doch Arnold interessierten diese Worte nicht. Er zuckte mit den Schultern und verließ die Bank. Er hatte ja was er wollte und konnte nun wieder einen Monat von seinem Geld leben, ehe er sich an den nächsten „Banküberfall“ wagte.
Ja, ihr habt ja Recht. Ich kann keine Krimis schreiben. Hmpf! Bin trotzdem auf euren Kommentar gespannt 
4 Kommentare
7 Januar 2008 um 8:34 (Gedichte)
Ich sein
Tief im Leben verwurzelt stehen,
und auch mal in mich sehen.
Horchen was mein Herz mir sagt,
und was mein Bauch mich fragt.
Muss ich wirklich immer alles tun?
Oder kann ich auch einmal ruhen?
Gibt es nicht eine Zeit im Leben,
in der ich mich kann selber pflegen?
Eine Zeit um auszuruhen
Um einfach mal gar nichts zu tun?
Eine Zeit um abzuschalten,
und einfach mal nicht zu walten?
Ich sein und mich selber zu finden,
bedarf eine Menge zu überwinden.
Und dennoch ist der Berg recht klein,
denn ich bin damit nicht allein.
Doch was ich am meisten dazu brauch,
das sagt mir ganz klar mein Bauch.
Der Stress ist es, der mich am meisten stört,
doch dem momentan der Alltag gehört.
Ich will eins werden mit meinen Zielen,
und auch mit den Buchstaben spielen.
Ich will mein Leben genießen
Und sehen wie die Pflanzen sprießen.
Doch dazu muss ich den Stress überwinden,
um Zeit zu haben mich selber zu finden.
Auf ein neues Jahr im Glück,
das uns begleitet Stück für Stück.
(7. Januar 2008 ~ 20:30)
Danke an Martina und ihren ersten Eintrag für 2008. Die Inspiration von deinem Text und den Kommentaren dazu hat mich zu diesem Gedicht verleitet
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