Fesseln des Lebens

Fesseln des Lebens

„Hiermit wird Bob Railert zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren auf Bewährung verurteilt. Durch zahlreiche Anrufe bei der Vermisstenstelle des Scotland Yard hat er nicht nur die Sicherheitskräfte in die Irre geführt, sondern vor allem die Aufklärungsarbeiten behindert.“

Mit gesenktem Kopf nahm Bob Railert den Urteilsspruch hin. Noch immer wusste er nicht ob er seine Tat bereuen sollte. Ohne das Gesicht zu verziehen ließ er sich die Handschellen anlegen und aus dem Gerichtssaal führen.
Auf dem Weg zum Gefängnis rief er sämtliche Erinnerungen an die letzten Monate wach. Es war an der Zeit für Klarheit zu sorgen und zu erkennen, was er wirklich wollte. Eins war sicher: Er wollte die Unbeschwertheit der letzten Monate zurück gewinnen. Nun wusste er wie sich Leben anfühlte.


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Die gestohlene Erinnerung

Leben in der Unterwelt Midgards
~Die gestohlene Erinnerung~

Vor den Mauern Morroc’s

„An die ersten Tage meines Lebens habe ich kaum Erinnerungen. Ich kenne weder meine Eltern, noch werde ich jemals erfahren, wie man mich vor dem schwarzen Tag nannte. Der schwarze Tag? Nun, er ist kein besonderer Tag für die meisten Menschen. Für mich ist dies allerdings der Tag, an dem mein Leben und somit auch meine Erinnerungen begannen.
Macht es euch gemütlich, und ich werde euch meine Geschichte, die von Erina Schattenläufer, erzählen.“

Der schwarze Tag

Wie jeden Abend verschwand die Sonne langsam hinter den Mauern Morroc’s und ließ eine angenehm warme Nachtluft zurück. Durch den aufkommenden Wind verschwand die schwüle des Tages etwas und machte es erträglicher durch die Straßen zu schlendern.
Viele Leute waren zu dieser Uhrzeit unterwegs und genossen die frische Abendluft. Die Händler priesen ihre Waren an und rühmten sich seidene Roben aus Geffen oder bunte Glasperlen aus Prontera zu haben. Viele Stadtbewohner versuchten frisches Obst und Gemüse für den nächsten Tag zu bekommen oder unterhielten sich mit ein paar Bekannten. Selbst einige Kinder waren zu dieser Zeit noch unterwegs und rannten lachend zwischen den Erwachsenen umher.
Ich wusste, dass ich eigentlich genauso ausgelassen umhertollen sollte wie sie. War ich doch schließlich in ihrem Alter. Dennoch blieb mir diese Freude verwehrt. Ich konnte nicht unbekümmert durch die Straßen laufen, sondern musste darauf achten mich in der Dunkelheit zu verbergen und für meinen Lebensunterhalt zu sorgen.

Hier und da torkelten bereits die ersten Betrunkenen durch die Gassen und suchten ihren Weg in die nächste Taverne. Solche Leute waren für mich eine leichte Beute. Um ihre Zeche zu bezahlen hatten sie einen vollen Geldbeutel und ihre Aufmerksamkeit lag irgendwo zwischen dem letzten Bier und dem nächsten Met.
Ich musste allerdings noch eine Weile warten, ehe ich mich zeigen durfte und unbemerkt ein leichtes Opfer erwischen konnte. Noch war alles zu belebt und zu viele Augen anwesend die schnell die Garde benachrichtigen konnten.
So lehnte ich mich gelassen an die Stadtmauer und beobachtete, wie die letzten Sonnenstrahlen am Horizont erloschen und die Straßen im fahlen Mondlicht und den wenigen Laternen erstrahlten.

(Überarbeitungsbeginn Juli 2006)

Nun gut, ich werde euch zumindest am Beginn der Überarbeitung schonmal teilhaben lassen. Aber seid gewarnt ;) Das bleibt so nicht. Nun ist der Anfang jedenfalls schonmal etwas lebhafter und etwas zufriedenstellender. Ich werde dieser aber nicht so lassen, sondern noch einiges ändern, damit es mit meiner Idee übereinstimmt. Also, lasst euch überaschen ;)

Leben in der Unterwelt Midgards

Leben in der Unterwelt Midgards

An die ersten Tage meines Lebens habe ich kaum Erinnerungen. Ich weiß weder wer meine Muter, noch wer mein Vater ist.
Das erste Bild was ich vor Augen habe, wenn ich an meine Kindheit denke, sind die Straßen von Morroc. Am Rand der kleinen gepflasterten Gassen haben Händler ihre Stände aufgebaut. Schatten findet man einzig unter den zahlreichen Palmen, welche die Wege säumen.
Klein und jung war ich. Wusste kaum, wie ich an solch einem Ort überleben sollte. Durch kleine Diebereien hielt ich mich irgendwie über Wasser, bis ich eines Tages versuchte einen völlig in schwarz gekleideten Mann zu bestehlen…

…Kaum war die Sonne hinter den hohen Mauern Morrocs versunken, begann mein Tag. Die Luft war immer noch erfüllt von der Hitze des Tages, die Dunkelheit schenkte mir allerdings Schutz vor den neugierigen Blicken der Menschen. Vorsichtig kam ich aus meiner Ecke hervor und schlenderte so unauffällig wie möglich in den Gassen umher. Bald hatte ich ein Ziel gefunden. Reich sah er aus. Sicher hatte er viel Gold bei sich. Am westlichen Stadttor schien er auf jemanden zu warten.
Mit bedacht keine Geräusche zu machen schlug ich mich hinter den Häusern und Zelten zum Stadttor durch, mich in der Dunkelheit verbergend.
Als ich die Hand allerdings nach seiner am Gürtel baumelnden Geldbörse ausstreckte, packte er mich am Arm und zog mich ins Mondlicht. Ein hämisches Lächeln umspielte seine Lippen, als er nickte und kurz darauf sprach: „Genau auf dich habe ich gewartet. Wie ist dein Name?“ Erschreckt und ängstlich blickte ich ihn an. „Erina“, stotterte ich. Was wollte dieser Mann von mir? Warum hatte er auf mich gewartet?
Kaum hatte ich meinen Namen ausgesprochen, als er seinen Griff lockerte. „Nun gut, Erina. Komm mit.“ Mehr sprach er nicht, sondern führte mich aus dem Stadttor in Richtung Wüste.
Überrascht starrte ich ihn an. Wohin führte er mich? Hatte ich eine Möglichkeit ihm zu entkommen? Vorsichtig versuchte ich mich zu befreien. Als er dies spürte, verlangsamte er seinen Schritt und verstärkte seinen Griff. „Komm mit, habe ich gesagt.“ Endlich hatte ich meine Stimme wieder unter Kontrolle: „Wohin und warum? Wer seid ihr überhaupt?“ Doch auf diese Fragen erhielt ich keine Antwort.
Schweigend führte er mich weiter durch die Wüste. Nach einiger Zeit – der Mond stand mittlerweile hoch am Himmel – sprach er: „Siehst du die Lichter dort drüben?“ Behutsam nickte ich. War dies nicht eine der Wüstenpyramiden? Ich kannte diesen Ort. Tagsüber hielt ich mich hier häufig auf und vertrieb mir die Zeit, in dem ich die labyrinthischen Gänge der Pyramide erkundete.
„Nun, dann weißt du nun auch, wo unser Ziel liegt.“ Ich wusste nicht, was er mit dieser Aussage meinte, doch ahnte ich, dass sein Ziel die Pyramide war. Was auch immer er in diesem Geisterlabyrinth wollte.
Wenige Minuten später standen wir vorm Eingang der Pyramide. „Kennst du den Weg?“ fragend blickte er mich an. Wiederum schüttelte ich nur den Kopf. Seufzend nickte er dann und betrat die Pyramide. „Dann folge mir.“ Langsam schritt er durch die Gänge. Bald hatte ich die Orientierung verloren. Soweit war ich bislang noch nie in die Pyramide vorgedrungen. Nach einiger Zeit betrat er ein Kellergewölbe und bedeutete mir ihm zu folgen. Dies tat ich. So wusste ich schließlich nicht, wie ich den Weg zurück finden sollte.
Im Kellergewölbe gab es nicht mehr so viele und verwirrende Gänge. Einzig ein breiter Gang führte zu drei kleinen Räumen. Mein Führer steuerte den ersten Raum auf der rechten Seite an und widerstrebend folge ich ihm. Was wollte er von mir?
Kaum hatte ich den Raum betreten, als ich viele Blicke auf mir ruhen spürte. „Dies ist also der Störenfried?“ hörte ich eine tiefe Stimme murren. „Nun dann lass uns mal sehen.“, vernahm ich eine zweite.
Musternd kamen einige Leute auf mich zu. In die Mitte der Menge stellte sich mein Führer. „Weißt du wo du hier bist?“ Ängstlich betrachtete ich die Umstehenden und brachte ein zaghaftes „Nein.“, über die Lippen. „Nun, du befindest dich hier im Herzen der Diebesgilde von Morroc.“ Er legte eine dramatische Pause ein und fuhr dann fort: „Und nun hast du die Wahl: Soll dein Leben hier enden oder beginnen?“ Bestürzt blickte ich ihn an. „Enden? Wieso? Was habe ich getan?“, flüsterte ich. „Was du getan hast?“, lachte er höhnisch: „Du hast das Revier der Diebesgilde ohne unsere Erlaubnis betreten und bist deinen eigenen Geschäften nachgegangen.“ Die anderen nickten zustimmend. „Nun entscheide: Schließ dich uns an oder bezahle für dein Verbrechen.“ Erschüttert stand ich da. Ich hatte von all dem nichts gewusst. So tat ich also das einzig vernünftige und willigte ein, mich der Diebesgilde anzuschließen.
„Bin ich nun ein richtiger anerkannter Dieb?“ fragte ich ungeduldig, als die Diebe meine Antwort zur Kenntnis genommen hatten. „Nein. Erst musst du die Diebesprüfung bestehen.“
Um mit der Prüfung beginnen zu können führten mich die Diebe zu einem geheimen Portal, welches mich zu ihrer Pilzfarm bringen würde. Meine Aufgabe bestand schließlich darin ihnen einen Korb voll von den dort wachsenden Pilzen zu bringen. „Eine leichte Aufgabe für eine Prüfung“, dachte ich mir und schritt frohen Mutes durch das Portal.
Doch kaum hatte ich begonnen die ersten Pilze in meinen Korb zu legen, als sich herausstellte, dass diese Prüfung doch nicht so einfach zu bewältigen war wie auf dem ersten Blick erkennbar. Kleine Viecher machten mir das Leben beim Pilze sammeln zur Hölle und ich musste ständig zu sehen, dass ich nicht mein Leben für ein paar dumme Pilze ließ.
Nach einigen Stunden harter Arbeit hatte ich es dann endlich geschafft. Mein Korb war bis zum Rand voll mit Pilzen. Nun konnte ich mich also auf den Rückweg zur Diebesgilde machen und ihnen stolz meine Ausbeute präsentieren.
Kurz darauf trat ich also wieder in den Raum der Diebe. Als diese allerdings meinen vollen Pilzkorb sahen brachen sie in schallendes Gelächter aus. Verwirrt blickte ich sie an. Dann prustete einer von ihnen los: „Die hat ja tatsächlich Pilze gepflückt.“ Vom Gelächter der Diebe angezogen trat auch der schwarze Mann wieder in Augenschein: „Nun, wie ich sehe, hast du die Prüfung bestanden.“ Schmunzelnd nickte er und sprach dann: „Herzlich Willkommen in der Diebesgilde. Von nun an bist du dazu berechtigt dir in deine Taschen zu stecken, was du tragen kannst. Aber wehe dir, du entehrst die Gilde. Dann sei dir gewiss, dass du dich unter dem nächsten Sandhaufen wieder findest.“
Nun war ich also ein Mitglied der Diebesgilde von Midgard. Alle Umstehenden beglückwünschten mich und jeder gab mir ein kleines Startkapital zu meinem neuen Leben als Dieb. So gewappnet zeigte man mir den Weg aus der Pyramide und ich konnte mein Leben in der Unterwelt Midgards beginnen.

Heute weiß ich noch ziemlich genau, wie dieser Tag mein Leben veränderte und mich endlich am Leben in Midgard teilhaben ließ.

(11.05.2005)

Diese Geschichte ist für einen Ragnarok Fanfiction Wettbewerb entstanden. Und ich muss zugeben, diese Geschichte ist alles andere als gut. Ja ok, ich habe sie nur in kurzer Zeit einfach so runter geschrieben, aber ich denke, dass kann ich mittlerweile viel besser. Nun, jedenfalls wollte ich euch dieses Werk nicht vorenthalten, da ich die Grundidee dieser Geschichte nochmals weiterverarbeiten werde. Und ich denke, dieses Werk wird dieses um Längen übertreffen. Also lasst euch überraschen ;) . Es wird allerdings eine Weile dauern, bis ich daran weiter schreiben werde, da ich noch einige andere Werke hier liegen habe. Also^^ schaut ab und an mal hier rein, dann seht ihr, wie es hier weiter geht.

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